Der Werkstattrat – mitwirken und mitbestimmen

Der Werkstattrat ist das wichtigste Gremium der Selbstvertretung der Beschäftigten in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderungen. Er tritt ein für die Rechte und Bedürfnisse aller im Arbeitsbereich Beschäftigten.

Der Werkstattrat wird von allen Beschäftigten für vier Jahre gewählt. Bei vielen wichtigen Themen dürfen die Mitglieder des Werkstattrates mitwirken oder sogar mitbestimmen.

Mitwirken darf der Werkstattrat bei

  • der Verwendung der Arbeitsergebnisse, also den erwirtschafteten Geldern,
  • dem Gesundheitsschutz der Beschäftigten,
  • Praktika und dem Übergang auf den allgemeinen Arbeitsmarkt
  • und in vielen weiteren Bereichen.

Mitbestimmen darf der Werkstattrat bei

  • der Werkstattordnung (Hausordnung),
  • den Regelungen zur regelmäßigen Arbeitszeit,
  • Pausen und Pausenräumen,
  • Urlaubsregelungen und Schließzeiten,
  • Verpflegung und Essen,
  • Fort- und Weiterbildungen der Beschäftigten
  • und in vielen weiteren Bereichen.

Geschäftsführung und Werkstattrat treffen sich monatlich, um sich über wichtige Themen auszutauschen. Der Werkstattrat ist in viele Entscheidungen und Entscheidungsprozesse eingebunden. Wenn Entscheidungen der Geschäftsführung die oben genannten Teilbereiche der Mitbestimmung betreffen, muss der Werkstattrat den Entscheidungen der Geschäftsführung zuerst zustimmen, bevor diese umgesetzt werden können. Ebenso kann der Werkstattrat die Bedürfnisse und Anliegen der Beschäftigten gebündelt an die Geschäftsführung weiterleiten.

Diana Kilian

(1. Vorsitzende)

 

Mitglieder des Werkstattrats

  • Ursula Weinert (2. Vorsitzende)
  • Maik Stalke (Schriftführer)
  • Steven Böhme
  • Nadine Hamann
  • Markus Kaltenbach
  • Bernd Kaltenbach
  • Benjamin Schmid

Corona-Info vom 23.07.2020

Trotz vielerorts stattfindenden „Normalisierungen“ bleiben uns auch in unserer Arbeit Regelwerke, organisatorische Herausforderungen und vor allem die absolute Priorität des Schutzes der Gesundheit aller Menschen bei in.betrieb erhalten. In dieser dynamischen Situation ist die Entwicklung bei uns wie folgt:

  • In unseren Werkstätten bewegen wir uns bei ca. 80 % der Personen „vor Corona“. Da weiterhin insbesondere die Abstandsregeln zu wahren sind, geraten wir an räumliche Grenzen. Wir versuchen – dort wo möglich und sinnvoll – Rotationen in der Arbeitszeit vorzunehmen. Und wir versuchen zusätzliche Räumlichkeiten zu erhalten, um weiteren Beschäftigten eine Rückkehr zu ermöglichen, und dies in einem sicheren Rahmen. Ab September haben wir hier hoffentlich gute Lösungen gefunden, die uns die kommenden Monate tragen werden.
  • Die Tagesförderstätte in Mainz arbeitet nun in einer Notbetreuung und zugleich in einem Rotationsverfahren. So gelingt es zumindest in Teilen, eine Rückkehr der betreuten Menschen zu ermöglichen.
  • Die Kindertagesstätten Rheinlinge und Selzlinge arbeiten ab 01.08. - das heiß für uns: nach der Sommerschließung ab 17.08. – wieder im Regelbetrieb. Aber auch dieser Regelbetrieb ist von sehr engen Vorschriften begleitet; so werden wir nun auch im Frühjahr vorgesehene Eingewöhnungen nachholen.
  • Die Beratungsstelle „Liebelle“ ist aktiv und bietet, selbstverständlich auch hier unter Beachtung von umfangreichen Schutz- und Sicherheitsmaßnahmen, Beratungstermine an.
  • Unsere Ambulante Wohnbegleitung ist jederzeit erreichbar und steht auch für weitere und ergänzende Bedarfe zur Verfügung.
  • Die Angebote des zeit.raums wollen wir ab September wieder aufnehmen, wenn es die Gesamtorganisation zulässt.

Die Waschstraße in Nieder-Olm hat geöffnet wie auch die Aktenvernichtung für Selbstanlieferer in Mainz. Pflicht ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes – wir freuen uns über jeden Kunden!

Auch diese nächsten Schritte werden wir in jedem Einzelfall sorgfältig abwägen und immer den Gesundheitsschutz für alle Menschen bei in.betrieb in den Mittelpunkt stellen.

Und wichtig ist uns weiterhin, dass Sie uns hierin tragen – mit Ihrer Unterstützung und Ihrem Verständnis. Es wird uns gemeinsam zwar nicht gelingen, die Welt in einen Normalzustand zu versetzen – aber mit Ihrem Vertrauen wird sie erträglicher in ihren Einschränkungen.

Allseits weiterhin und allem zum Trotz eine angenehme Sommerzeit, alles Gute und viel Gesundheit!