Auf gute Zusammenarbeit – die Aufnahme bei in.betrieb

Die Werkstatt von in.betrieb steht grundsätzlich allen Menschen mit Behinderungen offen – unabhängig von der Art ihrer Beeinträchtigung, ihrem Alter und ihrer Vorgeschichte. Einige Voraussetzungen müssen jedoch erfüllt sein, damit die Zusammenarbeit für beide Seiten erfolgreich ist. Deshalb steht zu Beginn des Eingliederungsprozesses eine Phase des gegenseitigen Kennenlernens.

Das Eingangsverfahren

Das Eingangsverfahren dauert drei Monate. In dieser Zeit zeigt sich, ob und in welcher Form die Interessent*innen für die Qualifizierung innerhalb einer Werkstatt geeignet sind. Gleichzeitig können sich die Teilnehmer*innen einen Einblick in den Alltag bei in.betrieb verschaffen.

Das Eingangsverfahren dient der

  • Arbeitserprobung und Feststellung von Eignung und Neigungen
  • Feststellung des Förderbedarfs
  • Empfehlung des Rehabilitationsverlaufs

Zur Analyse des individuellen Leistungspotenzials arbeiten die Fachkräfte der in.betrieb mit verschiedenen diagnostischen Methoden. Dazu gehört HAMET E, ein handlungsorientiertes Testverfahren zur Erfassung und Förderung motorischer Fähigkeiten, das speziell für Werkstätten entwickelt wurde. Ergänzend kommen die Bausteindiagnostik (eine ergotherapeutisch basierte Diagnostik) sowie die strukturierte Verhaltensbeobachtung zum Einsatz, um den individuellen Förderbedarf zu ermitteln.

Am Ende des Eingangsverfahrens entsteht ein Bildungsplan, der den individuellen Verlauf der Qualifizierung regelt. Die Teilnehmer*innen entscheiden sich für zwei Berufsfelder, die zum Schwerpunkt ihrer Qualifizierung im Berufsbildungsbereich werden.

Bitte beachten: Die Leistungsträger übernehmen das Eingangs- und Qualifizierungsverfahren nur einmal. Wer also bereits in einer anderen Werkstatt (oder einer vergleichbaren Einrichtung) aufgenommen wurde, steigt bei in.betrieb direkt in den Berufsbildungsbereich oder den Arbeitsbereich ein.

Corona-Info vom 23.07.2020

Trotz vielerorts stattfindenden „Normalisierungen“ bleiben uns auch in unserer Arbeit Regelwerke, organisatorische Herausforderungen und vor allem die absolute Priorität des Schutzes der Gesundheit aller Menschen bei in.betrieb erhalten. In dieser dynamischen Situation ist die Entwicklung bei uns wie folgt:

  • In unseren Werkstätten bewegen wir uns bei ca. 80 % der Personen „vor Corona“. Da weiterhin insbesondere die Abstandsregeln zu wahren sind, geraten wir an räumliche Grenzen. Wir versuchen – dort wo möglich und sinnvoll – Rotationen in der Arbeitszeit vorzunehmen. Und wir versuchen zusätzliche Räumlichkeiten zu erhalten, um weiteren Beschäftigten eine Rückkehr zu ermöglichen, und dies in einem sicheren Rahmen. Ab September haben wir hier hoffentlich gute Lösungen gefunden, die uns die kommenden Monate tragen werden.
  • Die Tagesförderstätte in Mainz arbeitet nun in einer Notbetreuung und zugleich in einem Rotationsverfahren. So gelingt es zumindest in Teilen, eine Rückkehr der betreuten Menschen zu ermöglichen.
  • Die Kindertagesstätten Rheinlinge und Selzlinge arbeiten ab 01.08. - das heiß für uns: nach der Sommerschließung ab 17.08. – wieder im Regelbetrieb. Aber auch dieser Regelbetrieb ist von sehr engen Vorschriften begleitet; so werden wir nun auch im Frühjahr vorgesehene Eingewöhnungen nachholen.
  • Die Beratungsstelle „Liebelle“ ist aktiv und bietet, selbstverständlich auch hier unter Beachtung von umfangreichen Schutz- und Sicherheitsmaßnahmen, Beratungstermine an.
  • Unsere Ambulante Wohnbegleitung ist jederzeit erreichbar und steht auch für weitere und ergänzende Bedarfe zur Verfügung.
  • Die Angebote des zeit.raums wollen wir ab September wieder aufnehmen, wenn es die Gesamtorganisation zulässt.

Die Waschstraße in Nieder-Olm hat geöffnet wie auch die Aktenvernichtung für Selbstanlieferer in Mainz. Pflicht ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes – wir freuen uns über jeden Kunden!

Auch diese nächsten Schritte werden wir in jedem Einzelfall sorgfältig abwägen und immer den Gesundheitsschutz für alle Menschen bei in.betrieb in den Mittelpunkt stellen.

Und wichtig ist uns weiterhin, dass Sie uns hierin tragen – mit Ihrer Unterstützung und Ihrem Verständnis. Es wird uns gemeinsam zwar nicht gelingen, die Welt in einen Normalzustand zu versetzen – aber mit Ihrem Vertrauen wird sie erträglicher in ihren Einschränkungen.

Allseits weiterhin und allem zum Trotz eine angenehme Sommerzeit, alles Gute und viel Gesundheit!